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Der ultimative Test und Vergleich smarter Überwachungskameras

In den eigenen vier Wänden soll man sich sicher fühlen. Überwachungskameras für zu Hause sind nicht mehr so selten, wie es früher der Fall war. Inzwischen ist der Anschaffungspreis, sowie die Umsetzung sehr einfach und buchstäblich smart geworden. Daher ist es gar nicht mehr zu aufwändig ein eigenes, kleines aber smartes Überwachungskamera System in sein zu Hause zu integrieren. Obwohl die Einbruchsraten gesunken sind, überlegen immer mehr Haus- und Grundstückbesitzer sein Hab und Gut mittels Überwachungskamera zu schützen. Was es dabei zu beachten, wie einfach die Umsetzung ist und vor allem welche Geräte am besten geeignet sind, zeigen wir Ihnen heute.

Produkttypen: Diese Überwachungskameras gibt es

Wer sich eine Überwachungskamera kaufen will, muss einiges beachten. Schließlich gibt es verschiedene Modelle und Produkttypen, die mehr oder weniger für Ihr Vorhaben geeignet sind. Wir betrachten hier die sog. IP-Kameras, die Sie mittels einer Basisstation einfach über WLAN in Ihr Heim-Netzwerk integrieren können. Die Hersteller bieten hier verschiedenen Lösungen der Speicherung entweder auf einer Cloud, im Netzwerk oder auf einem lokalen Speichermedium.

Neben den IP-Kameras können auf fest verbaute Kameras zum Einsatz kommen. Das lohnt sich allerdings nur bei Neubauten oder umfangreichen Renovierungsarbeiten. Preislich liegt man bei guten IP-Kameras nämlich bei gerade mal 200-300 € und erhält dafür schon ein solides Einsteigerpaket mit zwei Kameras und einer Basisstation. Dies kann bei Bedarf stetig erweitert werden.

Kaufkriterien: Worauf Sie achten sollten

Wenn Sie überlegen, welche Überwachungskamera am besten für Ihre Zwecke geeignet ist, lesen Sie hier die verschiedenen Kriterien, auf die Sie beim Kauf achten sollten. Nicht alle System sind für die Ansprüche zu Hause geeignet. Auch lohnt sich ein Blick auf bereits vorhandene Netzwerk und Smart Home Integrationen. Viele Hersteller sind nämlich kompatibel mit Amazon Alexa oder Google Home.

kaufkriterien-smarte-ueberwachungskameras
envato elements / LightFieldStudios / eigene Anpassung

Kamera- und Bildqualität

Das wichtigste Kriterium sollte die Bildqualität und Auflösung sein. Heutzutage sollten mind. 1080P – also Full-HD-Auflösung – Standard sein. Besser sind aber 2K- oder 4K Auflösung, damit Sie bei Bedarf in das Bild reinzoomen können. Das kann hilfreich sein, wenn Sie bspw. ein Nummernschild identifizieren wollen. Zusätzlich sollte ein Nachtsichtmodus integriert sein, damit Sie auch nachts eine klare Sicht haben. Mittels Infrarot LED kann auch im Dunkeln eine gute Bildqualität erreicht werden und das ganz ohne Einsatz von Licht. Nützlich kann es auch sein, wenn die Kamera neben Bildern auch Audio aufnehmen kann.
Montagemöglichkeiten und Betrieb

Überlegen Sie vor dem Kauf, wo und wie Sie die Überwachungskameras montieren wollen. In der Regel gehören entsprechende Wandhalterungen zum Lieferumfang. Smarte Überwachungskameras zeichnen sich dadurch aus, dass diese kabellos betrieben werden können, also auch über WLAN verfügen. Achten Sie daher auf eine gute Akkulaufzeit (mindestens drei Monate), sowie einen alternativen Anschluss eines Solarpaneels für den Außenbereich.

Bedienung und App

Die benötigte Software oder App sollte ebenfalls näher betrachtet werden. Schließlich steuern Sie darüber in Zukunft Ihre Überwachungskamera. Die App ist die zentrale Steuereinheit und sollte einfach zu bedienen und übersichtlich gestaltet sein. Je nach Modell kann eine WLAN-Überwachungskamera direkt ins Smart Home integriert werden und so auch via Sprachbefehle bedient werden.
Eine Bedienungsanleitung darf natürlich auch nicht fehlen. Gerne wird eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bereits bei Einrichtung oder Installation der App gezeigt, die jedes noch so kleine Detail der jeweiligen Kamera erklärt und nützliche Tipps gibt. So gelingt auch Laien eine erfolgreiche Einrichtung und Bedienung.
Verzichten Sie auf billige Anbieter aus Fernost. Hier sind die Apps meist nicht ausgereift oder gar auf Deutsch. Außerdem sind die Server im Ausland und in puncto personenbezogene Daten haben Sie keinen Einfluss. Mit seriösen Anbietern sind Sie bezüglich Datenschutz deutlich besser aufgestellt.

Aufnahmen und Speicherung

Die Speicherung der Aufnahmen sollte generell auf einem lokalen Speichermedium möglich sein. Je nach Modell kann direkt eine SD-Karte eingesteckt werden oder ein USB-Stick in die Basisstation. Nicht immer läuft das Internet stabil und bei einer Störung können Daten so nicht abrufbar sein. Auch bei der Nutzung einer Cloud kann die Verbindung zum Anbieter unterbrochen werden. Es gibt sogar Fälle, bei denen der Anbieter seine Dienste abgeschaltet hat und so die entsprechende Überwachungskamera unbrauchbar machte.

Viele Anbieter ein Abo-Modell an, bei dem Sie als Nutzer eine monatliche Grundgebühr für die Nutzung einer Cloud buchen. Manche Anbieter setzen dies sogar inzwischen als Pflicht-Abo fest, ohne dass Sie das System nicht nutzen können. Der Preis dafür beträgt zwischen 5 € und 15 € pro Monat.

Überwachungskamera mit oder ohne Abo-Modell

Die Nutzung eines eigenen Überwachungssystems, welches an ein Abonnement gebunden ist, verschreckt viele Nutzer. Schließlich kommen hier, je nach Größe der Cloud und der Anzahl der Geräte, die dort genutzt werden, monatliche Kosten zu Buche. Warum einige Hersteller nach wie vor auf solche gezwungenen Abos setzen, ist uns ein Rätsel.

Glücklicherweise wollen nicht alle Hersteller die Nutzer Ihrer Überwachungssysteme an ein Abonnement binden. Da ein Überwachungssystem meist eine sog. Homebase oder Station benötigen, können dort teilweise externe Speichermedien, wie etwa ein USB-Stick eingesteckt werden. Dieser erlaubt die lokale Aufnahme ohne zusätzliche Abos oder Clouddienste. Bei Eufy ist sogar ein interner Speicher, der mittels USB-Stick auf bis zu 128 GB erweitert werden kann.

Vergleich: Die besten Überwachungskameras

Inzwischen gibt es einige Anbieter, die smarte Überwachungskameras anbieten. Doch der Markt wird auch von vielen Billigprodukten überschwemmt, die nicht für einen langfristigen Einsatz ausgelegt sind. Wir möchten Ihnen jetzt drei Hersteller vorstellen, mit denen Sie nicht viel falsch machen können. Dennoch lohnt sich ein Vergleich. Nicht jeder Hersteller oder Anbieter ist für jeden Anwendungsbereich gleich gut geeignet. Auch unterscheiden sich die Hersteller in der Anschaffungs- und Folgekosten deutlich. Hier lohnt sich ein Blick ins Detail. Wir haben hier die ultimative Übersicht der besten Startersets von Überwachungskamera Systeme für zu Hause.

Titel
eufy Security eufyCam 2C Pro
Blink Outdoor Set + Blink Module 2
Reolink Argus 3 Pro
Vorschau
eufy Security eufyCam 2C Pro, Kabellose...
Blink Outdoor – kabellose,...
Reolink 2K 4MP Akku Überwachungskamera...
Preis
299,99 EUR
119,99 EUR
144,99 EUR
Bewertung
-
Inklusive Zusatzmodul
"HomeBase" im Lieferumfang
"Blink Sync Module 2" muss bestellt werden
Optional: Reolink NVR
Video-Auflösung
Dauerhaft: 2K
Tag: 1080p / Nacht: 720p
2K
Nachtsichtmodus
Akkulaufzeit
180 Tage
2 Jahre
2- 4 Monate
Betrieb während Ladevorgang
Speicherplatz
16 GB (erweiterbar auf 128 GB)
/
Optional: SD Karte bis zu 128GB
Lautsprecher
Mikrofon
Wasserschutzklasse
IP67
IP67
IP65
Objektiv
135° Weitwinkelobjektiv
110° Weitwinkelobjektiv
122° Weitwinkelobjektiv
Smart Home Integration
Amazon Alexa, Google Home
Amazon Alexa
Amazon Alexa, Google Home
Cloud-Pflicht
Monatliche Gebühr
0€
10€
0€
Titel
eufy Security eufyCam 2C Pro
Vorschau
eufy Security eufyCam 2C Pro, Kabellose...
Preis
299,99 EUR
Bewertung
Inklusive Zusatzmodul
"HomeBase" im Lieferumfang
Video-Auflösung
Dauerhaft: 2K
Nachtsichtmodus
Akkulaufzeit
180 Tage
Betrieb während Ladevorgang
Speicherplatz
16 GB (erweiterbar auf 128 GB)
Lautsprecher
Mikrofon
Wasserschutzklasse
IP67
Objektiv
135° Weitwinkelobjektiv
Smart Home Integration
Amazon Alexa, Google Home
Cloud-Pflicht
Monatliche Gebühr
0€
Titel
Blink Outdoor Set + Blink Module 2
Vorschau
Blink Outdoor – kabellose,...
Preis
119,99 EUR
Bewertung
-
Inklusive Zusatzmodul
"Blink Sync Module 2" muss bestellt werden
Video-Auflösung
Tag: 1080p / Nacht: 720p
Nachtsichtmodus
Akkulaufzeit
2 Jahre
Betrieb während Ladevorgang
Speicherplatz
/
Lautsprecher
Mikrofon
Wasserschutzklasse
IP67
Objektiv
110° Weitwinkelobjektiv
Smart Home Integration
Amazon Alexa
Cloud-Pflicht
Monatliche Gebühr
10€
Titel
Reolink Argus 3 Pro
Vorschau
Reolink 2K 4MP Akku Überwachungskamera...
Preis
144,99 EUR
Bewertung
Inklusive Zusatzmodul
Optional: Reolink NVR
Video-Auflösung
2K
Nachtsichtmodus
Akkulaufzeit
2- 4 Monate
Betrieb während Ladevorgang
Speicherplatz
Optional: SD Karte bis zu 128GB
Lautsprecher
Mikrofon
Wasserschutzklasse
IP65
Objektiv
122° Weitwinkelobjektiv
Smart Home Integration
Amazon Alexa, Google Home
Cloud-Pflicht
Monatliche Gebühr
0€

Blink Überwachungskamera im Test

Der Hersteller Blink ist ein Amazon Unternehmen und wird auch entsprechend auf Amazon beworben. Der Vorteil dieses Systems liegt auf der Hand: Es harmoniert perfekt mit anderen Amazon bzw. Alexa Produkten. Optisch macht die Blink Kamera auch einiges her. Mit entsprechenden Zubehör kann die Blink Kamera unfauffällig montiert werden und sieht dazu auch noch gut aus. Auch ein Solarmodul verspricht unbegrenzte Akkulaufzeit.

Bezüglich der Bildqualität scheiden sich aber leider die Geister. Gerade einmal Full-HD bekommt man hier maximal heraus. Nachts sogar noch weniger. Bei schlechten Lichtverhältnissen zeigt sich der verhältnismäßig günstige Anschaffunspreis. Zuästzlich wird ein Cloud-Abo benötigt, der mindestens 3 € im Monat kostet. Damit lässt sich allerdings nur eine Kamera nutzen und Aufnahme speicher. Wer mehr Überwachungskameras nutzen will, muss das große Abonnement für 10 € im Monat buchen. Besitzer dieses Abos haben dann aber auch von überall auf der Welt Zugriff auf das Material. Ein lokaler Speicher auf einem Speichermedium oder Server ist nicht verfügbar.

Eufy Überwachungskamera im Test

Hinter Eufy verbirgt sich ebenfalls ein namhafter Hersteller. Und zwar handelt es sich hier um ANKER. In unserem Test haben wir das Modell mit der Homebase bestellt. Das große Starterset verfügt über die sog. HomeBase, die für die Integration von Eufy Kamers vorausgesetzt wird. Zusätzlich sind zwei Kameras enthalten. Zugegeben ist der Anschaffunspreis hier schon etwas höher, als bei der Konkurrenz, allerdings relatviert sich das bereits nach wenigen Monaten.

Die HomeBase erlaubt nämlich eine lokale Speicherung der Videoaufnahmen, sowie den Zugriff über die Eufy Security App von überll auf der Welt. Der Speicherplatz kann über einen USB-Stick auf bis zu 128 GB erweitert werden. Auf ein Abo wird verzichtet. Wer möchte, kann aber dennoch für ein paar Euro monatlich über Eufy einen Clouddienst buchen. Die App ist sehr einfach struturiert und erlaubt eine sehr einfache und schnelle Einrichtung. Die Akkulaufzeit ist ordentlich. Wer auf das halbjährliche aufladen verzichten will, kann sich das Solarmodul bestellen, welches einfach über USB angeschlossen wird. Somit spart man sich das lästige Aufladen des Akkus.

Reolink Überwachungskamera im Test

Auch der Hersteller Reolink hat ein sehr breit aufgestelltes Sortiment an Sicherheitssystemen. In unserem Vergleich beziehen wir uns auf die Reolink Argus 3 Pro, die man einzeln im Handel erwerben kann. Diese lässt sich ohne Probleme auch ohne zusätzliche Geräte in Betrieb nehmen. In Verbindung mit weitere Reolink Kameras können Sie Ihre komplette Sicherheitstechnik darauf auslegen. Dann empfiehlt sich aber die Basisstation Reolink NVR mit integrierter Festplatte. Preislich liegt man hier aber schon bei über 200 €.

Reolink verzichtet allerdings, ähnlich wie auch Eufy, auf ein Abo-Modell und bietet seinen Nutzern lieber eine App, die den Zugriff auf das Heimnetzwerk und die Aufnahmen erlaubt. Die Auflösung von 2K erlaubt sogar das Zoomen ins Bild, um bspw. Gesichter besser zu erkennen. Personen und Fahrzeuge können übrigens unterschieden werden, was erstaunlich gut funktioniert. Der Akku hält etwas zwei bis vier Monate, könnte aber auch mit dem Reolink Solarmodul ausgestattet werden, wodurch das manuelle Aufladen entfällt.

Rechtliche Aspekte: Worauf Sie bei der Nutzung und Montage achten müssen

Wie Sie nun wissen, ist die Installation und Montage von Überwachungskamera zu Hause keine große Herausforderung. Dies kann es aber werden, wenn Ihnen der Nachbar oder das Persönlichkeitsrecht Ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Überlegen Sie daher genau, was genau Sie überwachen wollen, welches System Sie nutzen und wo es montiert werden soll.

Eigenes Haus und Grundstück darf überwacht werden

Generell gilt, dass Sie zu jederzeit und unbegrenzt Ihr Haus und Grundstück mit Überwachungskameras aufnehmen und das Material unbegrenzt speichern dürfen. Dies gilt aber nur, solange der Bildausschnitt ausschließlich Ihr Haus und Grundstück filmt. Wichtig ist also, dass Sie nicht das Grundstück oder auch den Hof des Nachbarn auf dem Bild haben. Auch die öffentliche Straße oder Gehwege dürfen nicht von der Überwachungskamera festgehalten werden.

Personen, die Ihr Grundstück betreten wollen oder müssen, wie etwas ein Postbote, sollten darüber informiert werden, dass Ihr Grundstück videoüberwacht wird. Entsprechende Aufkleber oder Hinweistafeln gibt es günstig im Handel oder online zu kaufen. Bei vielen Anbietern smarter Überwachungskamera gehört ein entsprechender Aufkleber inzwischen zum Lieferumfang.

Solange es sich bei dem zu überwachenden Objekt um Ihr eigenes Grundstück und Haus handelt, ist die rechtliche Lage eindeutig. Komplizierter wird es allerdings, wenn Sie sich das Grundstück teilen, Sie in einem Mehrfamilienhaus oder zur Miete wohnen. Die rechtlichen Aspekte dazu werden Ihnen hier näher erklärt.

Fest installierte Überwachungskamera verwenden

Am besten verwenden Sie von Anfang an fest installierte Überwachungskameras. Also Modelle, die sich nicht nachträglich schwenken lassen oder gar eine 360° Aufnahme ermöglichen. Verzichten auch auf Modelle, die sich automatisch neu justieren können, wenn bspw. eine Person erkannt wird. Das kann Ihnen in der Nachbarschaft Ärger bereiten. Falls möglich, sollte Überwachungskamera nicht in Richtung des Nachbarn zeigen, da auch hier, selbst wenn Sie das Grundstück nicht im Bild haben, ein Gefühl der Überwachung aufkommt.

Bei Bedenken des Nachbarn können Sie diesen aber zunächst besänftigen und erklären, dass er oder sie nichts zu befürchten hat und ihre Überwachungskamera lediglich den Teil Ihres Grundstücks filmt und auch nicht beweglich ist.

Top 5: Die besten Überwachungskameras im Überblick

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