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Was ist ein CDN? Definition und Funktionweise im Überblick!

Sobald man sich näher mit der Optimierung von Webseiten oder Webshops auseinandersetzte, wird man früher oder später auf den Begriff „CDN“ stoßen. CDN steht für „Content Delivery Network“ und bezeichnet ein Netz von Servern in verschiedenen Rechenzentren auf der ganzen Welt. CDN wird vor Allem für Webseiten genutzt, die viele Bilder ausspielen und die Geschwindigkeit bzw. den Aufruf der eigenen Webseite deutlich verbessern wollen. Wie genau ein CDN funktioniert und für den dieses geeignet ist, zeigen wir Ihnen jetzt.

Definition CDN

CDN steht wie anfangs erwähnt für Content Delivery Network. Es beschreibt ein weit verteiltes Netzwerk aus den verschiedensten Servern, die auf der ganzen Welt verteilt sind. Die Anbieter eines CDN erzeugen sog. Replica auf den verschiedenen Servern, wodurch die angeforderten Dateien einer Webseite nicht mehr vom eigenen Server geladen werden, sondern von dem Server, der beim Webseitenbesucher am nächsten ist. Es gibt viele Anbieter von CDN, die auch kostenlose Test-Wochen anbieten.

Wie ein CDN funktioniert

Bei einem CDN werden die eigenen Dateien auf verschiedenen Replica-Servern gehostet. Der Besucher der Webseite bekommt von diesem Prozess nichts mit. Anhand von spezifischen Kennzahlen wird ausfindig gemacht, welche Server des CDN angesprochen werden. Somit wird immer die schnellste Ladezeit beim Aufruf erreicht. Besucht bspw. ein Besucher aus Amerika eine deutsche Webseite, so müsste dieser erst einmal eine weitere Strecke überqueren, bis dieser die Dateien vom deutschen Server laden kann. Dies wird durch das CDN unterbunden, da hier die Replica-Dateien direkt aus Amerika geladen werden können.

funktionsweise-cdn
pixabay / eigene Anpassung

Vorteiles eines CDN

  • Bessere Ladezeit: Die Vorteile eines CDN liegen auf der Hand. Neben besseren Ladezeiten, ist die Webseite generell stabiler. Das kann sich u.a. auch an der Absprungrate und den Platzierungen in den Suchmaschinen bemerkbar machen.
  • Niedrige Serverkosten: Auch die Kosten für das eigene Kosten können mit einem CDN minimiert werden. Schließlich werden die Dateien dann nicht mehr lokal geladen und entsprechender Traffic auf dem eigenen Server generiert. Manche Anbieter bieten ebenfalls interessante Analysemöglichkeiten und Statistiken zur Nutzung.
  • Schutz vor DDoS-Attacken: Oft kommt es vor, dass Server in die Knie gezwungen werden, indem tausende Anfragen zeitgleich erfolgen. Der Angriff kann mit der Nutzung eines CDN abgefangen werden, da die vielen zeitgleichen Aufrufe auf das komplette Netzwerk und entsprechend die verschiedenen Server verteilt werden.

Nachteile eines CDN

  • Datenschutz: Da die Dateien weltweit gestreut werden, hat meinen in der Regel keinen Einfluss darauf auf welchen Servern diese letztendlich landen. Manche sehen auch hier Bedenken bzgl. des Datenschutzes.
  • Sicherheitsaspekt: Zudem gibt es Sicherheitsbedenken, wenn Dateien, wie z. B.: Javascript, über das CDN gehostet werden. Diese sind gerne ein Hintertürchen für Hackangriffe.

Wann die Nutzung eines CDN sinnvoll ist

Nun sollte man überlegen, ob sich ein CDN wirklich lohnt. Sollten Sie lediglich Bilder über CDN ausspielen wollen, so überwiegen hier deutlich die Vorteile. So kann der Traffic auf optimal im kompletten CDN verteilt werden. Als Inhaber eines internationalen Onlineshops ist ein CDN nahezu unabdingbar. Der Traffic kann so nämlich auf alle Länder verteilt werden. Die Serverlast wird somit rapide abnehmen und die Rankings bei entsprechender zusätzlicher Optimierung steigen (SEO).

CDN Anbieter im Überblick

CDN Anbieter gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Die Anbieter sorgen dafür, dass die gewünschten Inhalte über ein Content Delivery Network dem Endnutzer zur Verfügung gestellt werden. Empfehlenswerte und seriöse Anbieter sind bspw. akamai.com oder bunny.net.

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