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PC geht einfach aus – woran kann es liegen?

PCs und Notebooks sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Moderne Rechner werden immer kompakter und leistungsfähiger. Jedoch kann es auch hin und wieder zu Fehlern und Problemen kommen. Woran es liegen kann, wenn Ihr PC einfach ausgeht, haben wir Ihnen in unserem Ratgeber ausführlich zusammengefasst.

PC geht einfach aus: Mögliche Ursachen

Schaltet sich der PC einfach ohne Vorwarnung aus, kann dies unterschiedliche Gründe haben. Häufig ist jedoch ein Temperaturproblem oder eine unzureichende Spannungsversorgung für den Fehler verantwortlich. Mögliche Ursachen und Lösungsvorschläge haben wir Ihnen nachfolgend zusammengefasst.

Temperaturproblem: PC / Notebook überhitzt

Im Vergleich zu früheren Computern werden moderne Geräte immer kompakter und nehmen somit weniger Platz weg. Doch die kompakte Bauweise bringt auch eine erhöhte Fehleranfälligkeit mit sich. Denn in kleinen Gehäusen treffen viele Komponenten, wie der Prozessor, Grafikkarte, Arbeitsspeicher und Festplatten auf engstem Raum aufeinander und erhitzen sich gegenseitig. Ist zusätzlich noch die Lüftung durch Schmutz oder Staub beeinträchtigt, oder wird das Notebook auf dem Schoß oder auf einer weichen Unterlage betrieben und somit die Lüftungsschlitze verdeckt, heizen sich die Komponenten zusätzlich auf. Dies kann zu einer Überhitzung führen und der PC schaltet sich aus Sicherheitsgründen selbstständig ab.

  • Wir raten Ihnen daher ein Notebook oder Laptop immer auf einer ebenen und harten Oberfläche zu verwenden und darauf zu achten, dass keine Lüftungsschlitze verdeckt sind. Somit kann die Wärme durch den integrierten Lüfter aus dem Gehäuse abtransportiert werden.
  • Mit der Zeit kann es dennoch passieren, dass sich Staub und andere Partikel den Lüfter zusetzen und die Lüftungslamellen verstopfen. Daher sollte man den Lüfter nach einiger Zeit reinigen. Sollten Sie es sich nicht selbst zutrauen, gibt es spezielle Fachgeschäfte, welche sich auf die Reparatur und Reinigung von Notebooks und PCs spezialisiert haben.

Eine passende Anleitung zum Thema Laptop Lüfter reinigen, haben wir Ihnen bereits in einem früheren Artikel zusammengefasst.

  • Beim PC sieht es ähnlich aus, wie bei einem Notebook. Auch hier können sich mit der Zeit der Prozessorlüfter und das Kühlelement zusetzen. Auch der Netzteillüfter, Grafikkartenlüfter und Gehäuselüfter sollte regelmäßig überprüft werden.
  • Wichtig ist, dass Sie vor der Reinigung der Lüfter, den PC herunterfahren und idealerweise vom Strom trennen. Sollte Ihr PC-Gehäuse über Staubfilter verfügen, setzt sich hier häufig der gröbste Staub fest und Sie können den Staubfilter ganz einfach absaugen oder mit einem Mikrofasertuch reinigen.
  • Den Prozessorlüfter und das Kühlelement, sowie die Grafikkarte und andere Bauteile lassen sich am besten mit einem Pinsel und dem Staubsauger auf niedrigster Stufe am besten säubern.
  • Wenn das Gehäuse schonmal offen ist, sollten Sie die Lüfter zusätzlich auf Funktion prüfen. Denn manchmal kann es auch passieren, dass ein Lüfter hängt oder kaputt ist. Auch dann ist eine einwandfreie Kühlleistung nicht mehr sichergestellt und der PC geht einfach aus.

Akku oder Netzteil Probleme

  • Auch wenn es praktisch ist, dass man einen Laptop auch ohne Netzteil betreiben kann, ist der Akku auch häufig für Fehler verantwortlich oder bietet nach einiger Zeit nicht mehr die Leistung wie am ersten Tag. So kann es bei einem Akku-Defekt dazu führen, dass sich das Notebook nach trennen des Netzteils einfach abschaltet, da der Akku nicht mehr genügend Leistung bringt. Ein defekter Akku kann auch dazu führen, dass sich das Notebook gar nicht mehr einschalten lässt und der Bildschirm schwarz bleibt. Für viele Modelle können Sie einen Ersatzakku einfach online nachbestellen. Achten Sie jedoch auf Qualität. Bei einem fest verbauten Akku gestaltet sich der Austausch jedoch häufig für Laien als eher problematisch.
  • Aber nicht nur der Akku kann Probleme machen, auch ein defektes Netzteil kann die Ursache des Problems sein. Verwenden Sie bitte immer nur das passende im Lieferumfang erhaltene Netzteil für Ihren Laptop, oder ein geeignetes Universalnetzteil.
  • Bei einem Desktop-PC gibt es keinen Akku, jedoch aber ein Netzteil. Besonders alte, in die Jahre gekommene, Netzteile sind häufig Fehleranfällig und liefern nicht mehr genügend Leistung. Auch wenn Sie Ihren PC aufrüsten und die neuen Komponenten leistungshungriger sind, sollten Sie darauf achten, dass Ihr verbautes Netzteil über genügend Reserven verfügt.

💡 Hinweis:

Öffnen Sie niemals das Gehäuse eines Netzteils oder versuchen Sie das Netzteil auf eigene Faust zu reparieren – es besteht auch in ausgeschaltetem Zustand Lebensgefahr, da Kondensatoren immer noch aufgeladen sein können. Generell ist die Handhabung mit Strom lediglich autorisierten Fachkräften zu überlassen!

Hardware Problem

Nicht nur das Netzteil, welches übrigens auch zur Hardware gehört, kann dafür verantwortlich sein, dass sich Ihr Computer einfach abschaltet. Auch andere Bauteile, wie der Arbeitsspeicher (RAM), der Prozessor (CPU), das Mainboard, die Festplatte etc. kann dafür verantwortlich sein. Prinzipiell jedes Bauteil kann zu als mögliche Fehlerquelle in Betracht gezogen werden. Sollten Sie vor kurzem neue Hardware in Ihrem PC verbaut haben, sollten Sie diese zunächst wieder entfernen und prüfen, ob der Fehler weiterhin auftritt. Ist dies nicht der Fall liegt es vermutlich an einer Inkompatibilität oder die neue Hardware ist defekt. Bei bestehenden Systemen sieht dies jedoch wieder etwas anders aus. Häufig gibt der Windows Geräte-Manager Aufschluss darüber, ob die verbauten Komponenten ordnungsgemäß funktionieren.

Den Windows Geräte-Manager können Sie entweder direkt über die Suchleiste in der Taskleiste finden, indem Sie „Geräte-Manager“ eintippen oder durch die Tastenkombination windows + [X] und im Auswahlmenü „Geräte-Manager“. Ist hinter einem einer Hardwarekomponente ein „Fragezeichen“ oder „Ausrufezeichen“ zu finden, liegt mit dieser Hardware ein Problem vor.

Softwarefehler oder Schadsoftware

Veraltete Software oder ein beschädigtes Betriebssystem kann auch ein Auslöser dafür sein, dass der PC einfach ausgeht. Sorgen Sie daher mit regelmäßigen Updates dafür, dass Ihr System immer auf dem aktuellsten Stand ist. Wenn möglich sollten Sie automatische Updates zulassen. Alternativ können Sie auch manuell nach Updates suchen und diese installieren.

Bei der Installation neuer Programme sollten sich zudem darauf achten, dass diese aus sicheren und vertrauenswürdigen Quellen stammen. Am besten Sie downloaden eine neue Software direkt über die Hersteller-Webseite. So können Sie sichergehen, dass keine Schadsoftware mit installiert wird.

Veraltetes BIOS oder leere BIOS-Batterie

  • Bei ständigen Systemabschaltungen sollten Sie prüfen, ob es eine neuere Biosversion für Ihr Mainboard gibt. Diese finden Sie direkt über die Herstellerwebseite. Wie Sie herausfinden können, welches Mainboard bei Ihnen verbaut ist, können Sie mit unserem Ratgeber zum Thema herausfinden.

Ein BIOS-Update muss ordnungsgemäß durchgeführt werden, da es ansonsten zu nicht rückgängig zu machenden Beschädigungen kommen kann.

  • Auf dem Mainboard findet man häufig eine Knopfzellen-Batterie. In der Regel hält diese einige Jahre. Sollte es zum beschriebenen Fehlerbild kommen, können Sie versuchen, ob dieses mit dem Austausch der Batterie behoben werden kann.

Wir hoffen wir konnten Ihnen mit unseren Tipps und Tricks bei Ihrem Problem: „PC geht einfach aus“ – helfen. Weitere hilfreiche Anleitungen und Hilfestellungen, z.B. was Sie beim Kauf eines gebrauchten PCs beachten sollten, finden Sie hier auf unserer Webseite.

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